Donnerstag, 1. Januar 2015

Neues Jahr

Ich bin dabei, zu entsorgen. Es haben sich so viele Dinge angesammelt, die aussortiert werden müssen und die ihren Platz finden müssen, damit sie nicht als Hinterlassenschaft in der alten Heimat herumliegen. Dabei tauchen allerhand Dinge auf, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie habe.

Bemerkenswert: Ich hängt von meiner alten Zimmertür ein Poster ab, das dort seit 16, 17 Jahren hing. Das Poster war nichts besonderes, schlecht kopiert und nicht besonders schön. Früher fand ich den Text mal lustig. Aber das Poster hatte mir jemand besorgt, der den gleichen Frauengeschmack wie ich hatte und bei einer bestimmten Frau ein bisschen erfolgreicher als ich war. Dieser Tage kam die Rede auf diese Frau, zu der ich seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Zuletzt, als ich gefürchtet hatte, sie sei bei einem Schusswechsel (uuhhhhh!) verletzt worden, seitdem hatte ich aber nichts mehr von ihr gehört. Und auch vorher hatte ich jahrelang so gut wie keinen Kontakt mehr zu ihr.

Eine andere Frau, in die ich sehr verliebt war und deren Zurückweisung in mir die Begeisterung für das Hobby der romantischen Verklärung des Jahres 1997 in Verbindung mit Selbstmitleid geweckt hat, schrieb kurz vor Weihnachten, dass sie mit Ihrem Mann und ihrer Tochter für eineinhalb auswandere. Diese Auswanderung hat mich nachdenklich gemacht und ist für mich eine Zäsur, auch wenn ich sie Jahre nicht gesehen habe, sie schon jahrelang weiter weg von mir wohnte und mit ihrem Mann seit Ewigkeiten zusammen ist.

2015 habe ich ganz andere Sachen vor. Sachen, die viel Arbeit bedeuten und höchste Konzentration erfordern, Sachen, für die kaum Spielraum für Umwege ist. Und wer weiß, was vielleicht Schlimmes passiert, was ich nicht in der Hand habe.

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